Der Keltenweg!

Unser Wanderweg beginnt vom Wanderparkplatz Leimbachtal, der Ortsausgang Netphen an der B 62 Richtung Eschenbach liegt.
Wir wandern vom Parkplatz aus gerade durch vor uns liegenden Felder bergauf und zum Burggraben wo die Kelten eins eine Ringwallanlage errichtet hatten. Hier auf der Anhöhe angekommen, wenden wir uns nach rechts und wandern nun immer leicht berg an. Der Burggraben liegt ca. 150 m links von uns auf gleicher Höhe.

Burggraben 350

Der Burggraben

Der Burggraben ist eine Ringwallanlage aus Karolingischer Zeit.

Der Burggraben ist eine Ringwallanlage aus Karolingischer Zeit. Der Wall war ursprünglich etwa 1,50 m hoch. Davor befand sich ein Spitzgraben. Eine Bebauung im Inneren konnte nicht nachgewiesen werden. Die Anlage wurde etwa um das Jahr 800 durch einen Brand zerstört. Funde aus der Jungsteinzeit ( im Heimatmuseum in Netphen zu besichtigen )
im Bereich der Wallanlage stehen in keinem Zusammenhang mit dem Bau und der Nutzung des Burggrabens.
Unter uns liegt das Tal der Netphe und vor uns sehen wir schon den markanten mit Buchen bewachsenen Kegel der „ Alten Burg „ über den unser Weg führt. Schon bald verläuft unser Wanderweg abwechselnd durch Hauberg, Fichtenbestände, Laubwald und vorbei an Fischteichen und erreicht die Weidekämpe die den oberen Abschluss des Mühlenbachtales bilden.
Ein Schild weist uns zu einem Aussichtspunkt. Hier schweift unser Blick weit ins Siegerland hinein bis zum Westerwald in der Ferne. Unser Wanderweg führt nun ein Stück steil bergan verläuft nach rechts weiter durch den Fichtenbestand am Homerich 546 m.

 

Afholderbach 340 m

Blick zur Alten Burg bei Afholderbach!

Afholderbach liegt im Tal der Netphe, wurde um 1300 Urkundlich erwähnt und gehört zum Kirchspiel Netphen.

Schon bald hat der Wanderer auf der linken Seite des Weges wieder eine schöne Aussicht, den Bergfried der nassauischen Grenzfeste die Ginsburg und nun verläuft der Keltenweg bergab durch den Niederwald nach Afholderbach.
Afholderbach liegt im Tal der Netphe, wurde um 1300 Urkundlich erwähnt und gehört zum Kirchspiel Netphen. Neben den Landwirtschaftlichen Betrieben und der ehemaligen Köhlerei , einer Mühle, die heute ein schönes Fachwerkhaus ist,
wird in der Chronik eine Glockengießerei erwähnt die vor etwa über 200 Jahren bestand. Auch wurden Vorspanndienste bis zur Lützeler Höhe früher täglich geleistet.
Der Ort wird durch die viel befahrene B 62 durchschnitten und ist vom Ortsbild her ein Straßendorf mit bäuerlichem Charakter der bis heute erhalten ist.
Nachdem überqueren der Bundesstraße führt unser Weg nun durch ein Seitentälchen mit Wiesen den weg nach rechts berauf bis zum Brentel 562 m. (ca. 2.5 km bis zum alten Forsthaus Waldland Hohenroth geöffnet Samstag und Sonntag ) Nun Wandern wir nach rechts und der Keltenweg führt steil mit einem schönen Buchenbestand zum
Gipfel der „ Alten Burg“ !

 

Alte Burg 633 m

Wall auf der Alten Burg!

Die Alte Burg bei Obernau ist eine Wallburg aus der Zeit 200 v. Chr.

Die Alte Burg bei Obernau ist eine Wallburg aus der Zeit 200 v. Chr. Sie ist für den Siegerländer Bereich das bedeutsamste und bemerkenswerteste prähistorische Denkmal das uns bis zum heutigen Tag erhalten ist.
Die Kuppe des nach Osten, Süden und Westen steil abfallenden Berges ist von zwei mächtigen Ringwällen umgeben. Der äußere Wall ist etwa 1100 m und der innere 680 m lang. Sie wurden durch zwei parallele, mit balkenartigen Hölzern verbundenen Pfostenreihen gehalten, die äußeren Pfosten steckten in einer Steinpackung.
Der 4 bis 5 m breite Raum zwischen den Pfostenreihen wurde mit Erde und Steinschotter verfüllt. Der Außenwall ist nur noch auf der Ostseite zu sehen. In ca. 20 Minuten gelangte man auf fast ebenen Wegen zu einer wichtigen vorgeschichtlichen Fernverkehrsstrasse ( Eisenstrasse ) die es galt zu sichern.
Wir sind froh den Gipfel erreicht zu haben, den höchsten Punkt des Keltenweges. Nach wir gerastet haben wandern wir steil bergab, mit sehr schönen Ausblicken auf die unter uns liegende Obernautalsperre, die zur Sicherung des Trinkwassers im Siegerland dient und wir gelangen in einen Fichtenbestand. Unser Weg führt immer nur weiter bergab und wir gelangen durch den Hauberg in das Dörfchen Eschenbach.

 

Eschenbach 315 m

Blick auf das Netpher Keltenland

Im Schatzungsregister von 1471 werden 11 Zahler aufgeführt etwa 50 Einwohner.
Im 30 – jährigen Krieg verlangte der „ Schwarze Tod „ ( Pest ) seine Opfer und Feuersbrünste suchten in den folgenden Jahrhunderten öfter das Dorf heim.
Neben steten Erwerbsmöglichkeiten in der Land – und Forstwirtschaft, der Mühle kamen ab der Jahrhundertwende an handwerklichen Betrieben hinzu eine Gerberei und ein Sägewerk.
Die Gerberei besteht heute noch als Nebenerwerb. Die frühere St. Andreas – Kapellenschule wahrscheinlich aus dem Jahr 1731 stammend wurde zugleich kirchlich (lange Zeit simultan) und schulisch Generationen hindurch genutzt. Sie wich im Jahr 1955 einer Kapelle gleichen Namens.
Eine Gastwirtschaft befindet sich im Ort und das Dorf schmiegt sich in der Landschaft sehr schön an den Hängen des Rothaargebirges an.
Der Wanderer überquert die B 62 und steigt bergan zum Sportplatz. Hier wenden wir uns auf der Anhöhe nach links und wandern an Weidekämpen vorbei bergab unseren Ausgangspunkt zu.

 

Daten!

Wanderzeichen:

Wanderzeichen Themenweg