Bergmannspfad

Auf Bergmannspfaden

Für Wanderer, die sich für den Bergbau
wie er sich einst im Siegerland darstellte
interessieren, empfehlen wir den Bergmanns-
pfad in der Gemeinde Wilnsdorf .

Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung
ist die Bushaltestelle „Kalteiche-Wilnsdorf“.

Zu erreichen ist sie über die A 45, Ausfahrt
Haiger/ Burbach (24) dann über die B54
Richtung Wilnsdorf.

Die Länge der Wanderstrecke beträgt 15 km,
und beinhaltet 16 Stationen mit Hinweistafeln.

 

Der Weg!

01 Grube Ratzenscheid
Die Grube gilt als die älteste des Siegerlandes
und wird 1298 zum erstenmal urkundlich
erwähnt.


 

02 Schwarzer Schornstein
Die Bezeichnung „Schwarzer Schornstein“ steht für die Stelle, an der die Abgase der unterirdisch installierten Dampfmaschine der Grube „Landeskrone“ zu Tage befördert wurden.

03 Grube Jakobsegen
Nach nur viermonatigem Betrieb, der Abbau war nicht
lohnenswert, wurde die Täufung nicht weiter verfolgt.

 

04 Steinbruch Kettner
Noch heute geschieht hier der Abbau von quarzitischem
Grauwackengestein für Sockel, Mauern, Beetein-
fassungen etc. Dieses Ablagerungsgestein ist entstanden
durch Kalkablagerungen im damaligen Meer und
durch starke Drücke.

 

05 Grube Löwenstern
Gegründet 1840, (Blei, Kupfer, Eisen und Zinkerzen).
1849 im königlichen Besitz. 1908 gekauft von einem
Herrn Dulon dem auch die Grube Marie gehörte.
1910 Übergang mit Jakobsegen und Landessegen.
Die 40m Sohle stand in Verbindung mit der Grube Marie.
Geplant war auch die 100m Sohle.

 

06 Gestellsteinstollen
Abbruch der Steine zur Ausmauerung für kleinere Hoch-
öfen, Flammöfen sowie Schmiedefeuer und Hammerwerke.
1789 erstmals in einem Buch erwähnt aber weit früher in
Betrieb.

 

07 Grube Marie
Ab 29.11.1967 Mutungsfeld als Gestellsteinstollen verwendet,
etwa 25m lang. 1912 kaufte ein Herr Dulong (Rittergutsbesitzer
in Berlin) die Gruben Löwenstern, Jakobsegen, Prinz Albrecht
und Landessegen. Die Grube Marie hatte viele Besitzer und
wurde 1918 wegen Kohlemangel (zum betreiben der Pumpen
und Fördereinrichtungen) stillgelegt.

 

08 Historische Grenze
Grenzstein am Rothaarsteig.

 




09 Stollen Briedoffelsloch
Nicht gemeldeter Erzstollen aus den Jahren
18.- Anfang 19. Jahrhundert. Diente im
2. Weltkrieg als Luftschutzbunker.

 

10 Stollen Stiefel
Von 1872 bis 1901 in Betrieb. Gemutet von
Heinrich Schöler aus Eisern am 27.Nov. 1872
auf Blei und Kupfer. Spätere Nutzung als
Wasserreservoir der Gemeinde.

 

11 Weissquelle
Eine der natürlichsten und schönsten Quellen im
gesamten Kreisgebiet. Auch bei längerer Trocken-
heit immer noch Wasserführend.

 

12 Goldschmiedsborn
Eine in den 1970er Jahren unter der Leitung
von Heimatkundler Gustav Berg vom SGV
Wilnsdorf gefasste Quelle.

 

13 Grube Neue Hoffnung
Von 1882 bis 1912 in Betrieb. Neue
Hoffnung Viktoria, Neue Hoffnung-
Landeskrone Zusammenschluss mit
allen kleinen Gruben.

14 Grube Neue Hoffnung
Schacht I Sohle bis 170 m mit 5 Tiefbausohlen.
Insgesamt 12 Sohlen mit einer Länge von 6 km.
Das heutige Schwesternheim war früher das
Verwaltungsgebäude der Grube.

 

15 Bergmannsdenkmal
Von dem SGV Wilgersdorf in den 70er Jahren
errichtetes Denkmal. Der Initiator war der
Heimatforscher Gustav Berg.

 

16 Grube Fortuna
Im Juli 1888 auf Eisenerz, Blei und Zink
gemutet. Im April1904 wegen fehlendem
Material geschlossen.

 

Zusätzliche Infos über den Bergmannspfad zum Ausdrucken können Sie sich hier als pdf's in einer zip-Datei herunterladen: infosbergmannspfad.zip [2.655 KB]